Workshops
des GrIStuF 2026 | Shaping Spaces - Creating Communities
In der Mitte des GrIStuF 2026 stehen Third Spaces und wie sie mit Blick auf diverse Themen gestaltet werden können um eine Gestaltung von Gemeinschaften, den Austausch von Ideen und die Schaffung einer gesunden Gesellschaft zu stärken. Dafür möchten wir verschiedene Themen in den Fokus nehmen, die je im Zentrum eines unserer fünf Workshops stehen. Mehr zu den verschiedenen Workshops, lest ihr unten.
Reclaiming Spaces
Skaten auf ehemaligen Wertstoffhöfen, eine Ausstellung in einem verlassenen Bahnhof besuchen, Urban Gardening auf Parkhausdächern oder in einem Hausprojekt wohnen? Vielerorts werden Gebäude, Räume und Plätze neu gedacht. So entstehen an diesen Orten neue Gemeinschaften oder Subkulturen, die Identität, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung ermöglichen. Hierzu braucht es Menschen, die das Potenzial in den Orten sehen. In diesem Workshop wollen wir uns mit neu gedachten Verwendungskonzepten von gesellschaftlich genutzten Räumen auseinandersetzen. Wie können Räume und Orte über ihre ursprüngliche Funktion hinaus genutzt werden? Auf welche Weise lassen sie sich umdenken, zurückerobern und transformieren? Welche Möglichkeiten gibt es, ehemalige gewerbliche Strukturen für nicht-kommerzielle Zwecke zu gestalten? Wie lassen sich kreative und partizipative Nutzungsformen entwickeln? Wem gehören öffentliche Räume, und wer trägt die Verantwortung für sie? Welche Rolle spielt Diversität in diesen neu gedachten Räumen? Wir werden soziale, kulturelle und politische Dimensionen räumlicher Aneignung diskutieren und eigene Ideen für kreative, alternative Nutzungskonzepte entwickeln. Dieser Workshop könnte spannend für Studierende sein, die gerne um die Ecke denken und über klassische Raumkonzepte hinausdenken, und vernachlässigte Räume mit neuem Leben erfüllen wollen. Lasst uns herausfinden, wie Räume und Orte neu geformt werden können und wie Gemeinschaften aus ihrer Zurückgewinnung wachsen.
Spaces for Democracy
Die Welt ist geprägt von politischer Polarisierung, autoritären Tendenzen, Kriegen, Desinformationen, humanitären Krisen und wachsenden gesellschaftlichen Spannungen. Diese Zeiten erfordern Orte der Begegnung, Orte des Austausches – Orte der Demokratie. In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit Orten für Demokratie. Wozu brauchen wir sie? Wie kann demokratische Teilhabe gefördert werden? Wie kann man öffentliche Räume offen, zugänglich und inklusiv gestalten? Wie können Stimmen hörbar gemacht werden? Wie kann es allen Menschen ermöglicht werden mitzuentscheiden und Verantwortung zu übernehmen? Wer darf Macht haben? Welche Rolle spielt Aktivismus für die Demokratie? Welche Möglichkeiten hat man, sich zu engagieren? Welche Rolle spielen junge Menschen? Inwiefern werden demokratische Strukturen von der Klimakrise bedroht? In diesem Workshop soll diskutiert werden, wie Orte für Demokratie entstehen, wie sie geschützt und weiterentwickelt werden können. Dieser Workshop könnte spannend für Studierende sein, die sich mit der Gestaltung von Demokratie in herausfordernden Zeiten auseinandersetzen wollen. Es sollen Impulse entstehen, wie man Orte für Dialoge, Solidarität und Teilhabe schaffen kann. Lasst uns gemeinsam in den Austausch kommen, uns begegnen und zuhören und herausfinden, wie wir Demokratie stärken können.
Green Spaces
Klimakrise, Urbanisierung, Artenverlust und steigende Gesundheitsrisiken prägen unsere Gegenwart. In diesen Zeiten brauchen wir Orte, die Natur, Menschen und Gemeinschaft wieder stärker miteinander verbinden. Wir brauchen Orte, die Gesundheit fördern, Resilienz stärken und ein nachhaltiges Leben ermöglichen. Urbane und ländliche Green Spaces spielen dabei eine zentrale Rolle. In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Frage, wie solche Räume gestaltet, geschützt und genutzt werden können. Wir diskutieren, welche Bedeutung Biodiversität, Ökosystemleistungen, “Rewilding” und “Mindful Living” für zukünftige Lebensqualität haben und wie nachhaltige Naturzugänge sozial gerecht gestaltet werden können. Wie beeinflusst die Klimakrise urbane und ländlich Lebensräume? Welche Chancen bieten zum Beispiel die Wiedervernässung von Mooren und andere Renaturierungsprojekte für die Klimaresilienz? Wie lassen sich Green Spaces zu Orten der Erholung, Solidarität und Gemeinschaft entwickeln? Wie können wir ökologische Transformation planen und strukturieren? Der Workshop richtet sich an Studierende, die sich mit einer nachhaltigen Nutzung von Orten auseinandersetzen möchten. Gemeinsam suchen wir nach Wegen, wie wir Green Spaces gestalten können, die Gesundheit fördern, Biodiversität stärken und gemeinschaftliche Zukunftsräume ermöglichen.
Lost Spaces
Verlassene Gebäude, ungenutzte Areale und historische Relikte prägen viele Orte in und um Greifswald. Diese Lost Spaces erzählen von früheren Funktionen, gesellschaftlichen Entwicklungen und räumlichen Brüchen. Gleichzeitig werfen sie wichtige Fragen auf: Welche Geschichten tragen diese Räume in sich? Welche Bedeutung hatten sie einst für die Menschen? Welche Chancen entstehen durch ihren Leerstand – und wie können wir sie heute künstlerisch erfassen und neu interpretieren? In diesem Workshop sollen sich die Teilnehmenden kreativ und fotografisch mit ausgewählten Lost Spaces der Region auseinandersetzen, darunter etwa die Klosterruine Eldena, das ehemalige Atomkraftwerk Lubmin oder die Mensa am Wall. Durch Beobachtung, künstlerische Dokumentation und experimentelle, fotografische Methoden soll untersucht werden, wie solche Räume wahrgenommen werden können und welche ästhetischen Qualitäten durch Verfall, Umnutzung oder Transformation sichtbar werden. Zentral sind dabei Fragen wie: Wie lassen sich Lost Spaces visuell und künstlerisch erschließen? Welche Perspektiven eröffnen sich durch kreative Auseinandersetzung? Welche neuen Bedeutungen können entstehen, wenn wir Räume, die in Vergessenheit geraten sind, bewusst in den Blick nehmen? Und wie kann Kunst dazu beitragen, zukünftige Nutzungen oder Interpretationen solcher Orte zu imaginieren? Der Workshop richtet sich an Studierende, die Lust haben, mit künstlerischen Medien zu arbeiten und die das Potenzial von Fotografie und kreativer Exploration nutzen möchten, um verlorene Räume neu zu denken und sichtbar zu machen.
Digital Spaces
Digitale Technologien prägen zunehmend unseren Alltag, unsere Kommunikation und unser Zusammenleben. Social Media und Künstliche Intelligenz verändern, wie wir Informationen teilen, Beziehungen aufbauen und gesellschaftlich partizipieren. All das geht einher mit Chancen, aber auch Risiken. Die „Loneliness Pandemic“ zeigt, wie Isolation durch digitale Abhängigkeiten verstärkt werden kann, gleichzeitig eröffnen digitale Räume neue Möglichkeiten für Kontakt, Dialog und Gemeinschaft. Wie können digitale Technologien unser Zusammenleben verbessern? Wie lassen sich Third Spaces inklusiver gestalten? Welche Risiken entstehen durch Abhängigkeit von Algorithmen und KI, und wie können sie reflektiert gesteuert werden? Wie können wir Social Media und digitale Tools nutzen, um Verbindung, Solidarität und Teilhabe zu fördern? Die Teilnehmenden arbeiten praxisnah, diskutieren aktuelle Trends, reflektieren kritisch und entwickeln kreative Ansätze, um digitale Räume ethisch, zugänglich und gemeinschaftsfördernd zu gestalten. Der Workshop richtet sich an Studierende, die sich kreativ und kritisch mit Digitalisierung, Social Media und KI auseinandersetzen und deren Potenzial für ein verantwortungsbewusstes, inklusives Zusammenleben erforschen möchten.